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Die Kritik der Hirnforschung an der Willensfreiheit als Chance für eine Neudiskussion im Strafrecht Mit einer Replik auf Kudlich, HRRS 2004, 217 ff. Von Gunnar Spilgies, Hannover I. Einführung Strafe setzt Schuld voraus ("nulla poena sine culpa"). Nach diesem dem deutschen Strafrecht zugrunde liegenden Schuldgrundsatz ist Strafe nur dann gerechtfertigt, wenn der Täter nicht nur tatbestandsmäßig und rechtswidrig, sondern auch...

Nochmals: Die Bedeutung des Determinismus-Indeterminismus-Streits für das Strafrecht - Duplik und Abschluss Von Prof. Dr. Hans Kudlich, Univ. Erlangen I. Wer nicht nur die "Replik" (Teil IV) von Spilgies auf die Besprechung seines Buches[56] in HRRS 2004, 217, sondern auch den dieser Replik "vorne angefügten" Aufsatz über Hirnforschung und Willensfreiheit liest, merkt rasch, dass Spilgies in der einschlägigen...

S. 387 Heft 10 2004 HRRS-Praxishinweis: Steigerung der verfassungsrechtlichen Bedeutung der EMRK durch Berücksichtigungspflicht und erhöhte Kontrolldichte - Hinweis auf den Beschluss BVerfG 2 BvR 1481/04 (Zweiter Senat) vom 14.10.2004 (OLG Naumburg) Von Wiss. Ass. Karsten Gaede (Hamburg/Zürich) I. Ob das Bundesverfassungsgericht mit dieser Grundsatzentscheidung tatsächlich alle vom Grundgesetz eröffneten Möglichkeiten ausgeschöpft hat, um Deutschland aus...

S. 406 Heft 12 2004 Phishing: Brauchen wir einen Sondertatbestand zur Verfolgung des Internetphishings? Von Ass. Roman G. Weber, LL.M. Wirtschaftsstrafrecht (Detmold)[1] I. Prolegomena Das Internet ist einer der wenigen Bereiche, in denen noch Wachstumsraten zu verzeichnen sind. Dies gilt insbesondere für die Internetkriminalität. So meldet jüngst die Anti Phishing Working Group (im Folgenden: APWG)[2] eine Zuwachsrate...

S. 94 Heft 3 2005 Zur "Einzelfallprüfung" und "geltungszeitlichen Interpretation" im Rahmen des Art. 3 EMRK (Reihe strafprozessuale Leitfälle zur EMRK) Von Frau Oberassistentin Dr. Daniela Demko (LLM), Zürich I. Einleitung In einer der "zentralen Garantien"[1] der Europäischen Menschenrechtskonvention, Art. 3 EMRK, heißt es "Niemand darf der Folter oder unmenschlichen oder erniedrigenden Strafe oder Behandlung unterworfen werden"[2]. Sowohl...

S. 84 Heft 3 2005 Einzelne Probleme des Straftatbestands der "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen" (§ 201 a StGB)[1] Von Rechtsanwalt Matthias Rahmlow, Krefeld. Mit dem 36. Strafrechtsänderungsgesetz wurde der Straftatbestand der "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen" (§ 201 a StGB) geschaffen,[2] der seit dem 6. August 2004 geltendes Recht ist.[3] Der Gesetzgeber hielt es für nicht...

S. 171 Heft 5 2005 Die Menschenwürde ist zu teuer - Zu Entschädigungsansprüchen eines Strafgefangenen wegen menschenunwürdiger Unterbringung - Zugleich Anmerkung zu BGH III ZR 361/03, Urteil vom 4. November 2004 = publiziert als HRRS 2004 Nr. 987 Von Nikolaos Gazeas, Köln/Thessaloniki Die Frage, ob in Fällen einer menschenunwürdigen Unterbringung eines Strafgefangenen in einer Haftanstalt eine Entschädigung in Geld zuzubilligen...

S. 199 Heft 6 2005 Die Nichtöffentlichkeit verfahrensbeendender Absprachen als absoluter Revisionsgrund i. S. der §§ 338 Nr. 6 StPO, 169 GVG - Zugleich Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19. August 2004 - 3 StR 380/03 = HRRS 2004 Nr. 816. [1] Von Rechtsanwalt Markus Rübenstahl Mag. iur. und Rechtsanwältin H. Milena Piel, Karlsruhe In der strafrechtlichen Literatur und Rechtsprechung ist...

S. 250 Heft 7 2005 HRRS-Praxishinweis: Vollendung und Versuch beim Handeltreiben - Zur "kleinen Vorlage" des dritten Strafsenats Zugleich Anm. zu BGH 3 StR 61/02 - / 3 StR 243/02 - Beschluss vom 13.1.2005 = BGH HRRS 2005 Nr. 343. Von Wiss. Ass. Karsten Gaede, Hamburg/Zürich* Der dritte Strafsenat hat davon abgesehen, dem Großen Senat für Strafsachen die...

S. 245 Heft 7 2005 Zur Wirksamkeit eines absprachebedingten Rechtsmittelverzichts und deren Auswirkungen im Hinblick auf die Wiedereinsetzung Anmerkung zum Beschluss des - Großen Senats für Strafsachen vom 03. März 2005 GSSt 1/04 = BGH HRRS 2005 Nr. 310. Von Dr. Christina Koch, Berlin I. Zulässigkeit von Rechtsmittelverzichtserklärungen Auf ein Rechtsmittel kann unter den Voraussetzungen des § 302 Abs. 1 StPO...